Die Sinnes-Lemniskate Ordnet man die Sinne den
Qualitäten der einzelnen Tierkreiszeichen zu, folgt die Zuordnung der Sinnesorgane nicht einem Kreis, sondern einer Lemniskate. Die vier unteren Sinnesorgane stehen den vier oberen Sinnen gegenüber; die vier
Seelensinnesorgane stehen sich zu je zweien gegenüber. Die Gruppe der oberen Sinne kann man betrachten als das Resultat einer Umstülpung oder Metamorphose der unteren Sinne. Und gerade Umstülpung und Metamorphose sind
wesentliche Merkmale der aus der Anthroposophie erwachsenden Menschenbildung und Kunstformen. Alle Impulse, die zur Bildung und Kräftigung der unteren Sinne (Willenssinne) führen, werden vom kleinen Kind direkt
ausgelebt. Werden sie zurückgehalten, setzt das Kräfte frei. Diese wirken dann an der Bildung der höheren Sinnesorgane (Erkenntnissinne) mit. So wie der Gedankensinn der umgewandelte Lebenssinn ist und der Wort- oder
Sprachsinn der umgewandelte Eigenbewegungssinn, so ergibt sich die Umwandlung des Tastsinnes in den Ichsinn und die Umkehrung des Gleichgewichtssinnes in den Gehörsinn. Zuordnung der Sinne in der Lemniskate:
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