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Die zwei Seiten der Qualität

Hinterfragt man den Begriff "Qualität", erschließen sich zwei eigenständige und doch zusammengehörende Aspekte, nämlich die materiell-meßbare und die sinnlich-erfahrbare Qualität.

Die materiell-meßbare Qualität

In der Wirtschaft konzentriert man sich, von Ausnahmen abgesehen, in erster Linie auf die "materielle Qualität" - also auf das, was naturwissenschaftlich quantifizierbar ist.

Die sinnlich-erfahrbare Qualität

Neben der absolut notwendigen materiell-meßbaren Qualität gibt es die sinnlich-erfahrbaren  Aspekte eines Produktes, denen - von Ausnahmen abgesehen -  im Zusammenhang mit dem Begriff Qualität in aller Regel nur wenig Beachtung geschenkt wird.

Unsere Sinne sind entscheidend an den von uns getroffenen Qualitäts-Entscheidungen beteiligt, speziell unser Sehsinn. Nur: Wir machen uns das selten bewusst.

Die Konsumenten

Die Konsumenten haben sich die Qualitäts-Beurteilung in gewisser Weise abnehmen lassen, sowohl im materiellen als auch im sinnlichen Bereich. Denn sie vertrauen den Zeichen, Normen, Gütesiegeln oder Marken ohne sie zu hinterfragen und glauben den Institutionen, weil sie diese quasi als staatliche Einrichtungen empfinden.

Schulung der Sinne

WBU will das sinnliche Qualitäts-Urteil, eingebunden in eine ganzheitliche Qualitäts-Betrachtung, dem Käufer bewusst zugänglich machen. Die Voraussetzung dafür ist jedoch der bewusste Gebrauch und damit verbunden die ständige Schulung der Sinne. Denn diese sind unsere Wahrnehmungs-Werkzeuge, sozusagen die differenzierenden Okulare der verschiedenen sinnlichen Wahrnehmungs-Aspekte eines Produktes.

Um sinnlich-erfahrbare Qualität überhaupt wahrnehmen zu können, brauchen wir zwei Fähigkeiten: Waches Bewusstsein und geschulte Sinne. Eine Schulung der Sinne gelingt bekanntermaßen vorzugsweise über die Beschäftigung mit den Künsten und deren Ausübung.