WBU Handhabung Am vorhandenen Formularsatz für die
WBU IST-Aufnahme von Produkten für die Ausübung von Künsten, soll der WBU-Ablauf erläutert werden. Er gliedert sich in:
Wahrnehmung Begriffsbildung Urteil Qualitäts-Entwicklungsfelder
Die Beurteilung und Anwendung von WBU Qualitäts-Entwicklung erfordert die zustimmende Kenntnis
der Sinneslehre Rudolf Steiners, des Bildes vom dreigliedrigen Menschen sowie der Entwicklung des Kindes und Jugendlichen, wie sie in der Waldorf-Pädagogik wissenschaftlich definiert wird.
Wahrnehmung/Begriffsbildung Jeder der sieben Künste
sind jeweils zwölf Qualitäts-Wahrnehmungsblätter für die Sinnes-Okulare
Ichsinn Gedankensinn Wortsinn Gehörsinn Wärmesinn Sehsinn Geschmackssinn Geruchssinn Gleichgewichtssinn Eigenbewegungssinn Lebenssinn Tastsinn
zwecks Dokumentation von Wahrnehmung/Begriffsbildung zugeordnet.
Auf dem (Qualitäts-)Wahrnehmungsblatt werden den Wahrnehmungen des jeweiligen Sinnes (Qualitäts-) Begriffe zugeordnet. Die Qualitäts-Begriffe
werden für jedes Produkt und jede Produkt-Gruppe im Vorfeld erarbeitet und festgelegt. Sie sind das Ergebnis ausführlicher, interdisziplinärer Diskussionen. Teilnehmer sind Pädagogen, Hersteller, Kunden. Jedem Begriff
wird ein Wert von 1 bis 7 zugesprochen. Grundlage der Bewertung ist die Förderung der Sinnesqualität (1 = geringe bis 7 = ideale Förderung). Die einzelnen Werte fließen gewichtet in den Gesamt-Wert ein. Gewichtet
wird nach der Bedeutung für die Förderung der jeweiligen Sinnesqualität.
Abb. 1: Wahrnehmung und Begriffsbildung Begriffsbildung/Urteil
Der Gesamtwert jeder der zwölf Sinnesqualitäten wird anschließend in das Blatt "Begriffsbildung/Urteil" eingetragen. Abb 2: Begriffsbildung/Urteil
Urteilen/Wahrnehmen Die Werte aus dem Formular "Begriffsbildung/Urteil" werden in einem
dritten Schritt in das Blatt "Urteilen/Wahrnehmen" übertragen.
Abb 3:
Urteilen/Wahrnehmen Auf den zwölf Kreissegmenten werden die den jeweiligen Sinnen zugehörigen Werte eingezeichnet. Die
entstehenden zwölf Punkte werden durch eine Linie miteinander verbunden. Die entstehende Fläche ist ein Sinn-Bild für die realisierte Qualität des Produktes im Vergleich zum Ideal (= 100 %). Ideale Qualität und
realisierte Qualität sind momentane Größen. Beide verändern sich durch Beiträge aus Forschung und Entwicklung in den Bereichen Geisteswissenschaft, Wirtschaft und Sozialem. Auf der Grundlage des Formulars
"Wahrnehmung/Begriffsbildung" wird das Produkt beurteilt. Mindestanforderungen an ein Produkt sind: Einhaltung der Mindestanforderungen. Bestmögliche Realisierung nach heutigem Wissensstand. Der Abstand zwischen dem
realisierten Wert und dem idealen Wert ist der Bereich der Forschung und gleichzeitig das Potential für die Weiterentwicklung des Produktes. |